
Die Brauerei wächst
C.H. Haake errichtet den ersten Eiskeller am Neustadtsdeich, Ecke Sandweg, wo nach und nach das große Brauereizentrum Bremens entsteht. Über das Bremer Bier dieser Zeit wird Folgendes berichtet: „Meistens ist er (der Bremer) bei dem ursprünglichen Bremer Biere, welches aus Gerstenmalz und Hopfen gebraut wird, geblieben. Es gibt zwei Arten desselben, das sogenannte ‚Tönnchenbier', und das Bier vom Zapfen... Beides liefert ein gesundes, stärkendes Getränk."
C.H. Haake verstirbt als 44-Jähriger und hinterlässt seiner Witwe eine der führenden Braustätten der Hansestadt, die „nahezu 20 Prozent aller in Bremen getätigten Braue zu versteuern hat, während sich den Rest 30 andere Betriebe teilen".
Die C.H. Haake Brauerei errichtet eine eigene Mälzerei in der Martinistraße 5.
Johann Georg Graue, der Schwiegersohn von Conrad Hinrich Haake, übernimmt als erster kaufmännischer Betriebsleiter die Geschäftsführung und treibt gleichzeitig die Technisierung der Brauerei weiter voran.
Richard Müller, der Schwiegersohn von Johann Georg Graue, führt das Geschäft nach Graues Tod auf eigene Rechnung weiter. Die C.H. Haake Brauerei ist unter den großen Bremer Brauereien der einzige Betrieb, der als Offene Handelsgesellschaft und damit ohne fremdes Kapital geführt wird.


Umwandlung der Brauerei in die C.H. Haake Brauerei Aktiengesellschaft. Das Anfangskapital beträgt eine Million Mark.
Der Betrieb wird in die Neustadt verlegt. Gebraut werden Lagerbier, Böhmisches Bier, Doppelbier und Bockbier.
Die C.H. Haake Brauerei erreicht erstmals eine Produktion von 80.000 Hektolitern. Die Betriebsanlagen werden durch neue Lagerkeller, Gärräume und Maschinenanlagen erweitert.
Die Hemelinger Aktien Brauerei übernimmt am 1. Juli die Brauerei Haake & Co, und das gesamte Inlandsgeschäft der Kaiserbrauerei Beck & Co wird an die C.H. Haake Brauerei AG verkauft.
Zusammenlegung der Inlandsproduktion der Kaiserbrauerei Beck & Co mit der C.H. Haake Brauerei AG unter der Firmierung Haake-Beck Brauerei AG.
In Deutschland herrscht Inflation, die Preise überschlagen sich. In immer kürzeren Abständen setzt der Landesverband des Bremischen Wirtsgewerbes neue Ausschank-Mindestpreise fest. Rekordpreis für einen Liter Bier: 275 Milliarden Mark!
Herstellung der neuen Biersorte „Export".
Kauf der Winterhuder Brauerei in Hamburg.
Der zweite Weltkrieg bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Brauwesen. Die Produktionsanlagen der Haake-Beck Brauerei werden durch Luftangriffe zerstört.
